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#NORWEGEN: Tag 9 – Erst die Götter, dann der Oscar

Die Sonne erstreckt sich hinter den Bergen und läutet einen neuen Tag in Knaben ein. Noch weiß keiner der Teilnehmer, was sie an diesen Tag erwarten wird.

Um 8:30 Uhr treffen sich alle wie gewohnt im Speisesaal, essen und unterhalten sich. Von der Tagesleitung erfahren wir, dass es an diesem tag sportlich werden soll und ein paar der Teilnehmer, die schon öfter mitgefahren sind konnten bereits erahnen, was heute geschehen sollte.

  Es war Action Day, welcher unter den Teilnehmern auch als A- Day bekannt ist. Das bedeutete einen aufregenden und anstrengenden Tag für alle. Dieses Jahr war das Thema des A-Days „Griechische Götter“, die herausfinden wollten, wer der am besten geeignete Nachfolger ist. Jeder Teamer stellte einen Gott dar. Natürlich wurden die persönlichen Merkmale der Götter nicht vergessen, so dass jedes Kostüm eine individuelle Note und Teamfarbe hatte. Alle wurden in Gruppen aufgeteilt und jeweils einem Gott zugewiesen. Wir sollten uns dann auch Kleidung in der Teamfarbe raussuchen.

Dann haben wir uns in unterschiedlichen Spielen mit den anderen Teams gemessen.

Begonnen haben wir mit einem Spiel namens Kartenmemory, welches ein Mix aus Staffellauf und Memory war. Es war anstrengend, hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Es ging direkt weiter mit dem Schildkrötenspiel bei welchem man mit seinem ganzen Team nur mit Hilfe von Schildkröten (Papptellern) eine bestimmte Strecke überqueren musste. Auch wenn es sich nicht besonders schwierig anhörte, passierte es öfter als gedacht, dass jemand von seiner Schildkröte gefallen ist und wieder von Vorne anfangen musste.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit dem Bus-Schiebe-Spiel, welches wörtlich so funktioniert hat. Danach mussten alle mal wieder ihre grauen Zellen anstrengen und einen griechischen Text übersetzten, bevor es durch einen Indoor- Parcours zum Mittagessen ging.

Nach einer Stärkung beim Mittagessen haben wir unseren Platz verlassen und sind zum See gegangen. Dort haben wir mit einem Spiel, bei welchem man einen Tischtennisball auf einem Löffel balancieren musste weiter gemacht.

Nachdem wir auch diese Aufgabe meisterten, wurde es wieder sehr actionreich mit einer Kanu Staffel, die auch (fast) alle trocken überstanden haben. Bei dem letzten Spiel haben sich immer 2 Teilnehmer aus einer Gruppe von den restlichen Teammitgliedern mit einem Schwimmbrett und einem Seil an Land ziehen lassen, nachdem sie ca. 10 Meter weit raus geschwommen sind.

Damit die Schwimmer nicht krank werden, sind wir dann zusammen zurück gegangen und haben uns noch einmal im Gemeinschaftsraum getroffen, bevor wir noch Zeit hatten uns für den bevorstehenden Galaabend fertig zu machen.

Je später es wurde, desto leerer wurden die Flure und man hat fast nichts mehr gehört, weil alle damit beschäftigt waren sich fertig zu machen.

  Pünktlich um 19:45 Uhr standen alle draußen, haben sich mit ihren Partnern getroffen und Fotos gemacht. Wir sollten dann zusammen zum Gemeinschaftsraum und haben dort auch erfahren, welches Thema der diesjährige Galaabend haben sollte: Die Nacht des goldenen Elches.

Beim reinkommen in den Gemeinschaftsraum hat ein Papparazzi von jedem Paar ein Foto gemacht.

  Direkt danach wurden wir von einem Kellner zu unserem Platz geführt und uns wurde ein Salat als Vorspeise serviert. Danach kam ein besondere Ehrengast und hat extra für uns ihre erste Single performt. Wir hatten tatsächlich das Glück, Bibisbeautypalace bei uns zu haben. Nach ihrem Auftritt hat auch noch jeder ein Autogramm bekommen. Nach diesem Highlight ging es direkt weiter mit dem Hauptgang.

Dieser bestand aus Schnitzel, Kartoffelgratin und Blumenkohl.

Im Anschluss wurden uns drei von den Teamern nachgedrehte Trailer präsentiert. Wir konnten abstimmen, welcher uns am besten gefallen hatte. Während das Ergebnis ausgewertet wurde, haben wir uns weiter unterhalten, bis der Nachtisch reingebracht wurde.

Es handelte sich um eine riesige Eistorte, die mit vielen Wunderkerzen verziert war. Nachdem wir fertig mit dem Nachtisch waren, wurde das Ergebnis unserer Abstimmung bekannt gegeben. Doch dabei gab es ein Technisches Problem und es wurde zuerst ein falscher Gewinner gekürt. Doch am Ende siegte der Film „Too fast, too furious“. Völlig verdient.

Der offizielle Teil des A-Days war danach beendet und es ging zur Aftershowparty in die Disko. So hatten alle viel Spaß und der Tag war zwar sehr anstrengend aber mega cool.

Pia H.

#NORWEGEN: Tag 8 – Es war einmal …

… vor sehr langer Zeit, als ein rothaariger (cooler) Zwerg, 57 tapferen aber dennoch müden Kriegern verkündete, welch schwierige Aufgabe sie erwartete. Diese lag darin, die magischen Momente ihrs Lebens herauszufinden und ihren Zimmergenossen zu berichten.

 
Ausgezeichnet wurden sie anschließend mit den feinsten Speisen (Kartoffelecken und Currywurst) an der reich gedeckten Tafel.

Nach einer entspannten Rast wurde die Sportlichkeit der Krieger auf die Probe gestellt. In sechs verschiedenen Disziplinen mussten sie ihr Können in Kleingruppen unter Beweis stellen.

Nach dem Abend- Mahl (#Wortspiel) verwandelten sich die Krieger in metzelnde Werwölfe, magische Hexen und schießwütige Jäger. Diese bekriegten sich Zimmerweise auf dem Gelände um Ruhm, Ehre und viele neue Mitglieder zu erlangen.  

Beendet wurde der Tag mit heißem Kakao, bei einer von Kevin und Gereon gestalteten Andacht.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann geht’s morgen weiter.

Wiebke und Eva

#NORWEGEN: Tag 4 – SONNE!!!

Logbucheintrag: Tag 4 der Norwegenfreizeit

Ortszeit: 9:27 Uhr

Die Wolken hängen tief im Tal, der Wind pfeift durch unser kleines, bescheidenes Knaben. Eine Stimmung wie sie düsterer und geheimnisvoller nicht hätte sein können. Schon in der Nacht trugen sich merkwürdige Dinge zu: Ein Streich?! Von den Teamern?! Doch niemand gibt es zu…

8:30 Uhr: Das Frühstück ist fertig. Alle Teilnehmer kriechen aus ihren Zimmern, um sich für die Aufgaben die der Tag mit sich bringen wird zu stärken. Im Essenssaal war das Staunen groß, als man die ersten Teilnehmer beobachten konnte, wie sie sich mühsam durch Flatterbänder und Fischernetze zu ihren Plätzen quälen mussten.

10:00 Uhr: Mit vollem Magen und ohne die leiseste Ahnung was sie erwarten würde, versammelten sich alle auf dem mittlerweile mit klaren Sonnenstrahlen beschienenen Hof.

Als aus der Ferne laute Musik ertönte, hüpften unsere von jeglichem guten Modegeschmack verlassenen Teamer voller Euphorie und Tatendrang in unseren gut geformten Kreis und animierten uns zu einem Aufwärmprogramm, für welches man sich schämen sollte.

Einmal so richtig warm gemacht ging es auf den Sand, wo wir mit der gesamten Gruppe Spiele spielten, die Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, Kraft, unseren Willen und vieles mehr forderten.

12:30 Uhr: Nach einigen kräfteraubenden Spielen auf dem Sand gab es dann eine äußerst gut gelungene Spinatlasagne zur Vorbereitung auf das nächste Abenteuer, welches nicht lange auf sich warten ließ.

15:00 Uhr: Wandern. Nach der verdienten Mittagspause ging es direkt weiter mit einer „nervenaufreibenden“ und vor allem „sehr gefährlichen“ Wanderung zu einem der berühmt berüchtigten Knabener Bergseen, um dort die volle Pracht der Norwegischen Natur zu genießen. Unter der angenehmen Mittagssonne wagten sich dann ein paar Teilnehmer und Teamer in das SEHR kalte Wasser.

  

Nach dem kurzen Stopp am „großen Kiesel“ konnte uns niemand mehr aufhalten mit guter Laune und heilen Knochen wieder an unserem vorrübergehenden Zuhause anzukommen.

19:00 Uhr: Abendessen. Eine Stunde nachdem wir von der Wanderung wieder da waren, kam es beim alltäglichen „Hot- Seat“ zu einer Notfall Evakuierung. Doch aus dem vermeidlichen „Notfall“ wurde plötzlich ein Spiel. Dabei mussten die Jugendlichen sich mit Hilfe von roten Ballons ihr Abendessen selber zusammensuchen. Schnitzeljagt im wahrsten Sinne des Wortes! Mit leerem Magen und viel Essen im Gepäck, trudelten alle nach und nach an Norwegens schönster Feuerstelle ein und bereiteten mit den Teamern ein leckeres und entspanntes Grillevent vor.

21:30 Uhr: Mit wieder vollerem Magen und viel weniger Essen im Gepäck, begaben sich die meisten wieder auf ihre Zimmer, zogen sich um oder duschten sich, um dann mit einer gemütlichen Andacht im Gemeinschaftraum, diesen von vielen Ereignissen geprägten Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.

 

Ihr und Euer Kapitän

Tizian Titan

 

Von Geschenken & Abschieden. Roderesch 2016: Tag 5

Das war er. Der wirklich letzte Tag unserer legendären Roderesch-Konfi-Fahrt 2016.
Aber immer der Reihe nach…
Heute wurde grandios gebruncht, also konnten alle etwas länger schlafen und ausgibieger frühstücken (Ein HOCH auf die Küchen-Force!).
Im Anschluss machten sich dann Konfis, Konfi+ sowie alle Teamer daran, das Haus pickobello für die Abreise zu machen. Es hieß also: Möbel so stellen, wie es vorher war, Zimmer saugen, Betten abziehen, Koffer packen und aus dem Haus schaffen.

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Nachdem die Aufräumarbeiten in Teamarbeit geschafft waren
img_6916und wir mit Sack und Pack in einen anderen Saal ‚umgezogen‘ sind, feierten wir dort den lang ersehnten, von den Konfi+ vorbereiteten, Abschluss-Gottesdienst. Das Thema war: „Du bist ein Geschenk“. Die Teilnehmer präsentierten ihre ganz eigenen, persönlichen Geschichten: Wann war jemand ein Geschenk für mich, und wann war ich ein Geschenk für jemand anderen? Hut ab, das haben sie wirklich alle super gemeistert!
Innerhalb des Gottesdienstes widmeten wir uns außerdem einer weiteren Roderesch-Tradition. Jeder band sich einen Zettel auf den Rücken, und dann schrieben sich alle gegenseiteig im Gewusel die jeweiligen Stärken auf.

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Ein Highlight für viele, denn innerhalb der letzten 5 Tage konnte unsere Gemeinschaft sehr stark wachsen, neue Freundschaften entstehen oder die ein oder andere Liebe gefunden werden.
Dann hieß es: Abschied nehmen. – aber ersteinmal von Roderesch und einigen Teamern. Denn die Busfahrt wurde schließlich noch gemeinsam bestritten.
„Freeeude die von innen kommt.. (Huuphuup!!)“, ertönte es aus der einen Ecke und „Daaa hat das rote Pferd …“ aus der nächsten. Auch hier wusste man sich also zu beschäftigen.
Nun sind Konfis, Konfi+ und Teamer wieder wohl behalten in der Heimat angekommen und erholen sich von den kurzen Nächten, dem Überfluss an guter Laune und Action, lassen sich alles Erlebte noch einmal durch den Kopf gehen und behalten diese Roderesch-Freizeit mit ziemlicher Sicherheit in guter Erinnerung.

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Abschließend lässt sich sagen: „DANKE!“. Danke an alle, die diese kurze, aber ereignisreiche Woche zu so einer erfolgreichen und schönen gemacht haben. Jeder von euch hat dazu beigetragen. Ihr seit ein Geschenk!
Wir sehen uns spätestens beim nächsten Konfi-Unterricht, am „Mittwoch“ oder bei der Halloween-Party.
Dicke Umarmung!

Das PR-Team.

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Konfirmandenübernachtung und Vorstellungsgottesdienst

Ein anstregendes aber sehr schönes Wochenende liegt hinter uns!

Die Konfirmanden der Gemeinden Niederwenigern und Johannes hatten dieses Wochenende ihre Konfirmandenübernachtung im Gemeindehaus mit anschließendem Vorstellungstellungsgottesdienst am Sonntagmorgen.
Aber fangen wir mal von vorne an…

Nachdem die Räume für die Nacht fertig vorbereitet waren, haben wir erstmal mit einem kleinen Auflockerungsspiel („Das Evolutionsspiel“) gestartet.

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Nun konnten wir endlich mit unserer ersten Einheit starten um den anstehenden Gottesdienst vorzubereiten. Die Konfis und Teamer haben sich mit mehreren Fragen zu ihrer Konfizeit bzw. ehrenamtlichen Arbeit auseinandergesetzt.

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Nach einer kurzen Pause ging es dann mit der zweiten Einheit weiter, in der wir uns mit dem Glauben auseinandergesetzt haben. Mit den Ergebnissen haben wir ein individuelles Glaubensbekenntnis erarbeitet, welches auch Bestandteil des Gottesdienst werden sollte.

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Nachdem alles für den Gottesdienst vorbereitet war, konnten wir nun unseren Gemütlichen Abend vorbereiten.

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Den Tag haben wir dann gemeinsam bei Stockbrot am Lagerfeuer und mit einer wunderschönen Andacht in der Kirche ausklingen lassen.

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Nach einer kurzen Nacht haben wir uns morgens mit etwas Frühsport und einem nahrhaften Frühstück gestärkt, um anschließend den Vorstellungsgottesdienst zu feiern.

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An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an alle Teamer, die an diesem Wochenende mitgeholfen haben.
Es war eine sehr tolle Zeit und wir freuen uns schon riesig auf die Konfirmationen in drei Wochen.

Wir sehen uns! 😉

Braucht Gott einen Namen?

Was ist der Begriff „Gott“ eigentlich wirklich? Der persönliche Name des Herrn, die Beschreibung seines Wesens oder doch eher eine Art Berufsbezeichnung?

In einer Beziehung sollte man immer mindestens den Namen seines Partners kennen, denn sonst könnte es schnell nach hinten losgehen J. Und Gott nennt uns auch einzeln beim Namen, jeden Menschen auf der Welt kennt er persönlich, ohne sie einfach durchzunummerieren. Aber gehört zu einer Beziehung nicht dazu, dass sich beide Partner gegenseitig kennen? Wie soll ich denn in einer Beziehung mit jemandem leben, dessen Namen ich mir nicht sicher bin?

Jesus spricht Gott im Neuen Testament mit den Begriffen „Herr“, „Vater“, oder „Gott“ an, was je nach der Situation einen anderen Beziehungseindruck erweckt. Spreche ich meine Freundin mit ihrem Namen an, ist das schon gleich viel vertrauter als nur zu sagen „Ich liebe dich, Frau“. Der gesamte Inhalt eines Gesprächs, bzw. einer Beziehung kann von den Namen abhängen, mit denen man sich kennt und anspricht.

Ist „Gott“ also nun ein Name, eine Beschreibung oder eine Berufsbezeichnung?

Ich finde, Gott definiert sich bereits durch seine Liebe und Zuneigung zu uns selbst, alle seine Eigenschaften sind in seinem Namen beschrieben.

Gott ist somit die Beschreibung des allmächtigen Vaters, aber auch sein Beruf und sein Name.

Gottes Wort

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum Gott so still ist? Als ich zum ersten Mal die Geschichten aus dem Alten Testament kennen gelernt habe, da ist mir aufgefallen, dass Gott zu den Menschen spricht. So richtig: Wort für Wort. Nicht zu allen nur zu ausgewählten Personen, aber er hat gesprochen. Und heute? Heute ist Gott still. Ist Gott überhaupt noch da? Hat er uns Menschen aufgegeben? Sind wir ihm nicht wichtig genug? Was ist da eigentlich los?
Es ist Ostersonntag und wir feiern, dass Jesus auferstanden ist von den Toten. Die lange Passionszeit ist vorüber, auch der Gründonnerstag, an dem die Christen seinen letzten Stunden gedenken, insbesondere das Abendmahl. Und auch Karfreitag, Jesu Tod haben wir hinter uns gelassen. Nun ist er auferstanden, aber was heißt das eigentlich? Die Tage zuvor sind für uns Menschen wenigsten einigermaßen nachvollziehbar. Wir können uns vorstellen was da passiert ist. Jeder Mensch wird irgendwann mit dem Tod konfrontiert, das gehört zum Leben dazu. Auferstehung allerdings…was soll das bedeuten?

„Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. […]Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“[1]

Gott hat gesprochen und zwar durch Jesus Christus. In Jesus Christus wurde das Wort Gottes Fleisch. Also wenn Gott im Alten Testament durch eine Wolke spricht, so geschieht dies im Neuen Testament in Jesus Christus. Und wodurch spricht Gott heute?
Das Wort Gottes in Jesus Christus hat allen Wiederständen getrotzt. Es hat den Tod bezwungen und erhält somit eine Stellung für die Ewigkeit. Wenn wir heute also unzufrieden sind und manchmal gerne Gottes Antwort auf unsere Gebete und Fragen brauchen, dann können wir in der Bibel nach Antworten suchen.
Denn Gottes Wort bleibt in Jesus Christus ewiglich bestehen und die Bibel ist ein Zeugnis von den Menschen, die am nächsten zu den Geschehnissen dran waren, sowohl zeitlich als auch räumlich. Gottes Wort versteckt sich also in der Schrift und es lohnt sich hin und wieder nach ihm zu suchen.

Frohe Ostern.

 

[1] Joh 1, 1+14

Wahlsonntag

Es tut mir leid, ich hab es schon wieder getan! Obwohl ich mir eigentlich geschworen hatte, ihnen fernzubleiben. Ich habe Facebook-Kommentare gelesen, Schande über mein Haupt! Das sollte man einfach nicht machen! Allein auf Sportseiten begegnet man mehr Hass anderen Menschen gegenüber, als einem lieb ist – und wenn man auf Profile von Politikern wechselt, wird es leider auch nicht viel besser. Fast jeder meint, seine persönliche Unzufriedenheit in Beleidigungen und Verschwörungstheorien ausdrücken zu müssen, und noch viel schlimmer: Gerade eben haben tatsächlich Menschen angedroht, aus Protest(!) die AfD zu wählen. Geht’s noch? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich schlimmer finde: Gar nicht zu wählen, oder aus Protest.

In Zeiten, in denen in anderen Ländern immer noch Menschen für das Recht zu wählen sterben müssen, nimmt sich „der kleine Mann“ in Deutschland eine Wahlbeteiligung von ungefähr 30% raus: „Man kann ja eh nichts Vernünftiges wählen.“. Und aus Protest eine Partei zu wählen, die immer wieder zeigt, dass es ihr nur darum geht „dagegen“ zu sein, ist auch nicht viel besser!

Ich habe dafür einfach kein Verständnis. Da kämpft man jahrelang für die Demokratie in seinem Land, überträgt letzten Endes die Souveränität tatsächlich auf den Staat und dann wirft man das alles einfach weg?

Wir haben nicht nur die Möglichkeit, die Zukunft des Landes indirekt zu lenken, nein, meiner Meinung nach haben wir auch die verdammte Pflicht dazu!

Kinder im Reich Gottes

Letzten Freitag, den 04.03.2016 war der Weltgebetstag der Frauen. Dieser Tag wird von Frauen für Frauen organisiert und jedes Jahr ist ein neues Land Gastgeber. Dieses Jahr war es Kuba und die Kubanerinnen haben eine Liturgie, Texte und Lieder vorbereitet, sodass alle am Freitag den gleichen Gottesdient gefeiert haben. Der Leitspruch für dieses Jahr hieß: Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf. Markus erzählt uns in der Bibel, wie Jesus über Kinder dachte.

Best of CreJo Image-25„Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jüngerinnen und Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und der nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“ (Mk 10, 13-16)

In dem Gottesdienst sollten wir nun darüber nachdenken was es heißt das Reich Gottes anzunehmen, wie Kinder:  Ohne Vorurteile, mit dem Herzen, selbstverständlich, mit viel Freude, dankbar, nicht verkopft. Ein Junge wurde gefragt was er mit Geschenken machen würde: Er sagte, er würde sie zunächst auspacken. Packen wir das Geschenk des Reich Gottes überhaupt aus? Dann würde er sich darüber freuen, wenn es ihm gefällt. Zeigen wir immer unsere Freude, haben wir nicht auch vergessen mit dem Herzen zu denken? Und zuletzt würde er sich bedanken. Laufen wir dankbar durch das Leben und sehen all die Geschenke, die wir bekommen haben? Die Bibelstelle zeigt uns welch wichtige Rolle Kinder im Reich Gottes haben und es sich lohnt nicht immer selbst das Vorbild zu sein, sondern sie auch mal als Vorbild zu nehmen.

Festplattenformatierung

Manchmal frage ich mich, wie ich einen Neustart nutzen würde.
Wenn man einfach mal die Möglichkeit kriegt, sein ganzes Leben von vorne zu leben – von der Geburt bis ins Jetzt hinein.
Natürlich gibt es viele Situationen, die mir im Nachhinein immer unangenehm waren, vor allem jene, in denen ich mich wie ein Idiot verhalten habe.
Mit der Chance, alle Geschehnisse nochmal komplett neu zu bestimmen, wäre bestimmt vieles viel einfacher geworden. Oder nicht?
Eine Handlung so häufig zu wiederholen, dass das Ergebnis optimiert ist.. Wäre das moralisch richtig?
Hat ja ein bisschen was von Cheating in Computerspielen.
Und mein Gegenüber wird dadurch auch irgendwie von mir programmiert.

IMG_1074In der Bibel findet man allerdings so einen „Hard Reset“, den Gott an der Menschheit vollführt hat – in dem er alles auf Null gesetzt hat, nochmal komplett von vorne angefangen hat: Die Sintflut.

Man muss sich das mal vorstellen: Gott, der seine Kinder liebt, ist letzten Endes aber so von ihnen genervt, dass er den einzigen Ausweg darin sieht, einmal „die komplette Festplatte zu löschen“.
Natürlich mit der Möglichkeit auf einen Neuanfang, und im Nachhinein hat er es auch sehr bereut, aber trotzdem wurde alles, was nicht auf der Arche war, komplett überflutet.

Und ein paar tausend Jahre später stellen wir uns die Frage, ob wir ebenfalls so einen Neustart wollen, um persönliche Fehler auszubügeln?
Ich sehe die Sintflut eher als Gottes letzten Ausweg, bevor er sich weinend in seinen Sessel setzt, weil die Menschen ihn enttäuscht haben, und nicht als Mittel zum Zweck der persönlichen Fehlerausmerzung.

Es gilt, das neue Leben, das Gott der Menschheit durch die Flut geschenkt hat, sinnvoll zu nutzen.
Gott hat uns alle auserwählt!