In dem kleinen Dorf Knaben ist immer in den ersten beiden Wochen der Sommerferien die seltene und unerforschte Spezies der Norwegenfreizeit-Teilnehmer beheimatet. Heute hat sich eines unserer Forschungsteams von National Geographics auf den Weg gemacht, beobachtet und dokumentiert um die Verhaltensweisen dieser Spezies zu studieren.
Bereits in den frühen Morgenstunden werden wir Zeugen von Erstaunlichem: ein Zusammenschluss zweier Gruppen an Jungtieren gewährt dem Rest des Rudels nur Zugang zur Futterstelle, wenn diese sich gegen ihr übliches Verhaltensmuster stellen (Kleidung verkehrt herum tragen und einen Trick rückwärts vorführen). Glücklicherweise schaffen es alle zu besagter Futterstelle durchzudringen und ihre erste Mahlzeit einzunehmen.


Kurz darauf wird es brenzlig als eine fremde Spezies in das Revier der einheimischen Norwegenfreizeit-Teilnehmer eindringt. Eine Schar Malle-Touristen machen das Gebiet unsicher. Durch eine evolutionär bewährte Taktik schaffen sie es einen Keil in die Gruppe zu treiben, was einige Machtkämpfe auf dem Sand zur Folge hat.



Nachdem die Kräfte etwa beim Sandburgenbauen oder Möhrenziehen gemessen wurden, versöhnt sich das Rudel verblüffend schnell wieder beim gemeinsamen Schmausen von Spinatlasagne.





Die Rangordnung im Rudel ist eine ungewöhnliche: angeleitet wird es von einer großen Gruppe von Alphatieren, die wiederum einen täglich wechselnden Vertreter vorschickt. Beim heutigen Alpha-Alphatier handelt es sich um ein besonders humorvolles Exemplar (Moritz D.): es versucht den Jungtieren weiß zu machen, dass nach dem mittäglichen Dösen eine zweistündige Reise bevorsteht. Nach gründlicher Nachforschung kommen wir allerdings zu dem Schluss, dass die Dauer dieser Reise gerade einmal zehn Minuten betrug.


Das Ziel der Reise lässt allerdings nichts zu Wünschen übrig und unser Team hat die einzigartige Möglichkeit die Norwegenfreizeit-Teilnehmer in freier Wildbahn an den Wasserfällen zu beobachten. Als Ergebnis unserer Forschung lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass es sich um eine Art mit vielfältigen Interessen handelt, denn wir sichten mehrere Tiere im Wasser, aber auch beim Klettern, Schlafen oder bei der Nahrungsaufnahme.

Zum Ende der Rückreise forderte das Alpha-Alphatier alle dazu auf sich um 19 Uhr mit Schuhen auf dem Hof zu versammeln. Es scheint sich bei der dokumentierten Spezies um eine außerordentlich gefügige zu handeln, denn es wurde diesem Befehl ausnahmslos Folge geleistet. Als großer Trupp zog das gesamte Rudel zur Grillhütte, um sich von einer Vielzahl an Grillgut, Salaten und Baguette zu nähren und später gemeinsam ausgelassen herumzutollen oder zu ruhen.
Gegen späten Abend versammeln sich einige Alpha- und Jungtiere in andächtiger Stimmung. Drei Jungtiere referieren über die Kunst des Neinsagens, zwischendurch werden lobpreisende Töne verlauten gelassen.




Als sich das Dunkel der Nacht bereits über das vollständige Habitat der Norwegenfreizeit-Teilnehmer erstreckt kommen die jeweiligen Jungtiergruppen final mit den ihnen zugewiesenen Alphatieren (Homies) zusammen um den Tag zu reflektieren und ausklingen zu lassen bevor sich alle auf ihren Schlafplatz begeben.
~Mareike